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I’ll Be Back

Hier ein kleines Update, damit niemand denkt, mein kürzlich aufgeflammter Elan sei schon wieder erloschen…

Ein fieser Grippevirus fesselt mich ans Bett, aber ich melde mich in den kommenden Tagen mit Neuigkeiten. Versprochen.

Bis dahin könnt ihr euch an der ungeschminkten Wahrheit erfreuen. Echte Augenringe sieht man eh viel zu selten!

Außerdem darf ich bekannt geben, dass ich nun wöchentlich kleine Gastbeiträge auf SHAMBO veröffentliche. Einen Vorgeschmack gibt es beim Klick auf das unten stehende GIF.

<3 Anne

With A Little Help From My Friends

D.I.Y.

Endlich bin ich aus meinem Winterschlaf erwacht und dafür möchte ich mich bei all meinen Lesern und ganz besonders meinen Freunden und meiner Familie bedanken, die mich immer unterstützen wo sie nur können, mich treten, wenn ich der Faulheit erlegen bin und mich mit ihren Ideen und Vorschlägen antreiben…
DANKE Tobi, Claudio, Desi, Scarli, Sasa, Juliette, Tobi & Juri, Uli, Anne, Nick, Mama und all den anderen!!! <3

Um zu zeigen, dass ich mir eure Anregungen zu Herzen nehme, habe ich fleißig gebastelt und Fotos geschossen, die ich euch in den nächsten Tagen nach und nach zeigen möchte. Außerdem verlose ich das eine oder andere Teil als Zeichen meiner tiefsten Verehrung.

Das erste Teil ist aus meinem Alltag kaum noch weg zu denken. Zwar ist meine Einarm-Jacke nichts sonderlich Spektakuläres, aber ich mag es sehr, dass oft zweimal hin geschaut werden muss. Eigentlich wollte ich aus meiner Bikerjacke eine Weste machen. Als der eine Ärmel allerdings abgetrennt und umgenäht wurde, mochte ich die asymmetrische Variante noch viel lieber. Also blieb die Jacke so.

 

<3 Anne

D.I.Y.nachtsgeschenke

Immer wenn sich ein Jahr dem Ende entgegen neigt, wird der Sparstrumpf schmaler und schmaler. Heizkosten-Nachzahlung, neue Winterräder, und dann auch noch Weihnachtsgeschenke für die Liebsten…

Dem Alter, in dem man ein Bild malen, eine Schleife darum wickeln und das Ganze unter den Nadelbaum legen konnte, ist man leider schon entwachsen. Das nötige Kleingeld für Rolex, Dolce, Birkin & Co. ist aber irgendwie auch nicht aufzutreiben. Schon wieder zur Flasche Wein, Konfekt, Gutschein, oder zur Krawatte greifen?

Auch ohne göttliches Talent oder abgeschlossene Schneider-Lehre lassen sich aus Basics oft hübsche Unikate zaubern, die liebevoll verpackt glatt als Designerteilchen durchgehen würden. Hier ein paar kleine Anregungen und Versuche:

Zunächst braucht ihr einfache Kleidungsstücke, die zwar nicht sonderlich aufregend sind, aber eine tolle Passform haben und/oder aus tollem Material sind.

Hinzu nehmt ihr ein paar Extras, die später “das gewisse Etwas” an euren selbst kreierten Designerstücken ausmachen werden. Das können Ersatzteile von alten Kleidungsstücken, oder aus der Kurzwarenabteilung sein.  Ein absoluter Klassiker sind zum Beispiel Ellenbogenpads aus Leder, die es für knapp 3 Euro zu kaufen gibt. Alte Strickjacken und Blazer lassen sich damit im Handumdrehen aufwerten. In meinem Fall sind es jedoch ein alter Leinenrock mit Knopfleiste und ein paar Ersatztaschen von alten Hosen.

Eine kleine Faustregel, die meiner Meinung nach immer funktioniert, ist das Kombinieren gegensätzlicher Elemente.
Ich paare meinen luftig leichten, dünnen Seidenblazer mit einem großen, derben Kragen aus Naturleinen, sowie einen Business-Blazer mit zartem Streifenmuster und große, sportliche Taschen ausrangierter Cargo-Hosen.

via: http://lesmads.de

Bei meiner ersten Kombination habe ich mich farblich von Marc Jacobs inspirieren lassen.

Im ersten Schritt entferne ich sämtliche Markenschilder. So banal wie das klingt, so entscheidend ist es später für den exklusiven Auftritt eurer Eigenkreationen! Echte Meister des Handwerks können dann hinterher sogar eigene Label hinzu fügen. Um nichts kaputt zu machen, benutze ich einen Nahttrenner. Wenn ihr eine ruhige Hand habt, tut es aber auch eine Nagelschere.


Nun, wo alle Einzelteile frei von Aufhängern, überstehenden Fäden, Fusseln und Schildern sind, kommt die Phantasie ins Spiel. Wenn ihr bereits ältere Posts von mir kennt, wisst ihr, dass ich Röcke besonders gerne zu Schlauchkragen umfunktioniere. Jetzt, wo es langsam aber sicher immer kälter wird, hat dies sogar auch funktionale Wirkung. Perfekt für unsere kleine Weihnachtsgeschenke-Bastelstube!


Im zweiten Schritt ist es wichtig, dass ihr umdenkt. Da ich mich für einen Schlauchkragen entschieden habe, der hinterher umgeklappt wird, muss der Rock so angenäht werden, dass die Nähte hinterher nicht außen sind. Nicht dass ihr mich falsch versteht… Ich halte euch nicht für beschränkt, sondern spreche aus bitterer Erfahrung!


Ich stecke den Rock Naht an Naht entlang des Ausschnitts fest und probiere das mit dem Umklappen des Schlauchkragens nochmal aus. Sicher ist sicher.


Danach hefte ich Rock und Blazer grob per Hand zusammen, damit beim Nähen mit der Maschine nichts verrutscht.

Ich bemerke, dass die Bänder, die eigentlich zum Schließen des Röckchens gedacht waren, sowie der innen angenähte Ersatzknopf völlig überflüssig sind. Also werden auch die letzten Überbleibsel, die an die alte Funktion meines schicken Kragens erinnern, abgetrennt.


Zuletzt vernähe ich Rock und Blazer mit der Nähmaschine und entferne meine Heftstiche.

Hier seht ihr das Resultat:


Im zweiten Anlauf habe ich mich von Louis Vuitton, eigentlich so gar nicht mein Fall, angeregt gefühlt. Diese Traumjacke, die Alexa Chung zur FW 2011 Show trug, kursierte damals mehrere Wochen lang auf sämtlichen Plattformen und ging mir seither nicht aus dem Kopf.

via: http://zimbio.com

Meine Variante ist so simpel, dass sie in 5 Minuten fertig ist…

Ich habe zunächst wieder sämtliche Etiketten und sonstige störende Elemente entfernt.


Dann wurden die Ersatztaschen möglichst symmetrisch positioniert.


Im meinem Fall kann ich jeweils beide Taschen benutzen. Ich kann also von oben hinter die Cargo-Taschen, direkt in die Eingrifftaschen des Blazers greifen, oder von außen den Druckknopfverschluss bedienen und die großen, aufgesetzten Taschen befüllen!


Ich nähe die Ersatztaschen mit ein paar Stichen per Hand an den Ecken fest und fertig ist mein zweites selbst gebasteltes Designerstück.

Hier das Ergebnis:


Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim “designen” und Geld sparen!

<3 Anne

Lagebericht

Mein letzter Post liegt nun schon wieder so lange zurück, aber ich kann euch sagen, es war wirklich alles andere als langweilig in der Zwischenzeit.

Wo fange ich nur an? Am besten dort, wo ich aufgehört habe…

Den LesMads Sale im Voo Store habe ich glücklich und gleichermaßen erschöpft „überlebt“.
Die Spuren des CSD waren noch deutlich erkennbar, als wir am Morgen in Kreuzberg einfielen und nach einem leicht verwirrenden Auftakt (Welche Standnummer habe ich? Und wo genau ist diese Nummer?) wurde schleunigst alles aufgebaut. Dann ging alles ganz schnell und ich fand mich inmitten neugieriger und gut gelaunter Heerscharen wieder. Die Musik passte wunderbar zum Flair und es herrschte ein buntes Treiben. Es gab viele spannende Leute zu beobachten, jedoch war es mir schlicht unmöglich, meine Nachbarstände zu erkunden, oder Jessie wenigstens „Hallo“ zu sagen, denn irgendwann verklumpte sich die wilde Meute und es ging weder vor noch zurück. Sollte es eine Fortsetzung geben (hoffe ich doch sehr), so werde ich definitiv weniger Sachen mitnehmen! Mit meiner voll behangenen Kleiderstange, dem Wäschekorb und dem Tisch war ich alleine doch leicht überfordert.
Ein paar Eindrücke der Veranstaltung seht ihr HIER und HIER, sowie hier:

Wie ihr außerdem vielleicht schon wisst, gewann ich den Online-Battle im Vorfeld der Vintage Smackdown Show und durfte gemeinsam mit 11 anderen Vintageliebhabern an der von iHeartBerlin initiierten Show auf der Wedding Dress#6 teilnehmen. Um 12 Uhr trafen wir uns unbekannter Weise in der Brunnenstraße um gemeinsam in den Tag zu starten. Das Wetter war perfekt und spätestens nach Claudios Catwalk-Aufwärmübungen, die das Abklopfen sämtlicher Körperteile, sowie eine Neuinterpretation des Kinderspiels „Der Plumpsack geht um“ beinhalteten, war das Eis gebrochen. Wir redeten uns gegenseitig gut zu, erfreuten uns am unaufhörlich wachsenden Catering (Müsli, Obst, Sushi, Gemüseauflauf-Muffins, belegte Brötchen, …), scherzten, probten Choreografien, sangen zu den Spice Girls, tranken Sekt und Caprisonne, wurden geschminkt, verfeinerten hier und dort unsere Outfits beim Fitting, posten für Fotografen und Kamerateams und plötzlich war es schon so weit…
Aufregung, grelles Gegenlicht der scheinenden Sonne, ein prall gefüllter Festplatz samt „Pressegraben“, die Anwesenheit einer sachkundigen Jury und kleine Patzer in der Choreografie ließen unsere Herzen höher schlagen. Zunächst präsentierten wir jeweils 2 „Daily Outfits“ und nach einer kurzen Pause, die für das Publikum musikalisch überbrückt wurde, zeigten wir unsere 2 favorisierten Abendgarderoben. Eines kann ich euch sagen: das Umziehen innerhalb einer Minute will erst einmal gekonnt sein! Dafür, dass wir ja alle keine Vollprofis sind, fand ich uns aber gar nicht so schlecht und was noch viel wichtiger ist: das Publikum schien sogar richtig Spaß zu haben!
Der ganze Tag war unglaublich aufregend und viel zu schnell war alles wieder vorbei.

Dank der herzallerliebsten und lustigsten Contestants, die man sich hätte wünschen können, und einer geduldigen, charmanten Crew werde ich mein Laufsteg-Debüt bestimmt nicht so schnell vergessen!
Und dass nun ausgerechnet ich gewonnen habe, halte ich noch immer für eine Laune der Natur, denn alle sahen wunderschön aus. <3

Hier unsere besten Snapshots:



Und ein paar bewegte Bilder HIER und hier:

Achja… Hier endet die Geschichte noch nicht ganz, denn direkt nach der Wedding Dress ging es um 4 Uhr Nachts zum Flughafen. „El Rompido“, ein kleiner Ort an der südspanischen Costa De La Luz war unser Ziel und so sollten noch weitere 12 Stunden vergehen, bis Tobi und ich glücklich in unsere Hotelbetten fallen konnten.


<3 Anne