OH MEIN GOTT! Rückblickend habe ich keine Ahnung, was mich da ritt, als ich mir diese Idee in den Kopf setzte! Es fing damit an, dass sich meine billigen Wedges irgendeiner No-Name-Marke als absolute Mogelpackung herausstellten…
Ich wunderte mich, dass sich der Kork-Absatz aufzulösen schien und bemerkte bei genauerer Betrachtung, dass es sich um eine Art Moosgummi-Schuh umklebt mit Korkmuster-Druck-Faserband handelte… Voller Wut riss ich dieses übergroße Kork-Pflaster von meinem Schuh…
…irgendwie wollte ich ihn dann aber doch retten und überlegte mir nun Möglichkeiten, den Schuh neu zu gestalten. Mit Seidenband umwickeln war eine meiner Schnapsideen, die sich spätestens bei meinem ersten Jungfernspaziergang gerächt hätte… Dann kam mir die Idee mit den Pailetten!
Nach dem ersten Schuh war ich fertig mit den Nerven und so stand der zweite viele, viele Wochen in der Gegend herum.
Zum Glück konnte ich mich dann doch noch einmal motivieren…
Ich habe wirklich keine Ahnung, wie viele Nägel ich verbraucht habe, ich weiß nur, dass es fast 300 g waren. (Und ich glaube, das sind viele Tausende)
An Billigschuh erinnert hier allerdings nichts mehr!
Das war die reinste Beschäftigungstherapie und ich glaube, geduldstechnisch mache ich große Fortschritte…
Es gibt Sachen, die kauft man einfach nicht… Vorallem nicht, wenn das Selbermachen so viel Spaß bringt wie beim Bleaching! Wie ein kleines Kind an Heilig Abend rennt man alle 5 Minuten zum Eimer, um zu gucken, ob sich da drinnen schon etwas regt. Und am Ende kommt doch immer etwas ganz anderes heraus, als erwartet…
Sicherlich hat das fast jeder schon einmal ausprobiert, aber trotzdem scheint dieser alte Hut nun endgültig auch in allen großen Bekleidungsketten sein Revival zu feiern.
Mein neues altes Lieblingsshirt ist ein Herren-Muskelshirt in Gr. L (back to front getragen):
Bei meinem Umzug fanden sich allerhand vergessener Schätze im elterlichen Kellergewölbe wieder, so auch mein längst verloren geglaubtes Stifte-Set… Der Zahn der Zeit hatte daran genagt und als ich so vor diesem Haufen stand, der Reif für die Mülltonne war, bedauerte ich diese Materialverschwendung so sehr, dass ich kurzerhand sämtliche Verschlusskappen entfernte und mit in meine Bastelkiste packte. Kann man bestimmt mal irgendwas mit anfangen. (Ja, ich klinge wie ein Messi…)
Viele Marken setzen in diesem Sommer wieder auf indianischen Ethno-Schmuck und bunte Plastik-Ketten…
Foto via: www.hm.com
…und ich kramte meine Stiftekappen wieder hervor.
Ganz besonders gefällt mir die schöne runde Form, die die Kette schafft.
Also: Ausgetrocknete Filzstifte aussortieren, Verschlusskappen entfernen, mit einem Handbohrer (oder einem Akkubohrer) vorsichtig Löcher bohren, auffädeln, fertig!
Beim Durchstreifen meines Kleiderständers fiel mir heute ein Shirt in die Hände, das ich vor einer halben Ewigkeit gekauft, aber nur selten getragen hatte, und ich erinnerte mich direkt an Vio’s Post auf ihrem Blog “Lost in fashion“, in dem sie ein ähnliches Shirt von American Apparel vorstellte. Mittlerweile bin ich froh, dass ich nicht schon im Mai die Initiative ergriffen, und eine ähnliche Variante mit Fransen-Verzierung genäht hatte:
Foto via: www.americanapparel.net
Das Shirt stammt aus der Übergrößen – Abteilung von H&M (Größe XXXL) und kostete im Sommerschlussverkauf vor einigen Jahren nur 2 €. Um es tragbarer zu machen, nähte ich weiche Stretch-Träger an. Diese können auf die verschiedensten Weisen getragen werden, mir gefällt allerdings die X-Formation am besten: