Zum erfolgreichen Abschluss der ersten Runde präsentiert Sheena von The Uniform Project ihr turbulentes Jahr in einem wundervollen Video:
Dass Mode auch eine Plattform für kreative Perspektiven aufweist, bewies die gebürtige Inderin Sheena Matheiken mit ihrem im Mai 2009 gestarteten „Uniform Project“.
Mittlerweile in Brooklyn ansässig versuchte sie, unterprevillegierten Kindern aus ihrer Heimat eine gute Bildung zu ermöglichen, indem sie 1 Jahr lang das gleiche Kleid trug.
Die Idee der Uniformierung ging auf ihre Schulzeit in Indien zurück. Dort sind Schuluniformen an den meisten öffentlichen Schulen Pflicht.
„Und trotzdem“, erinnerte sich Sheena, „fanden die Kinder immer irgendwie Wege, die Regeln zu verbiegen und die gewünschte Konformität mit etwas Persönlichkeit zu beleben.“
Weiter berichtete sie von hochgekrempelten Ärmeln, überdimensional großen Uhren, schlechten Frisuren und ähnlichen Finessen, die den Kindern damals als Mittel zum Ausdruck der eigenen Identität dienten.
So kam ihr im vergangenen Jahr die zündende Idee: aus hygienischen Gründen kaufte sie 7 identische schwarze Kleider, die sie 365 Tage lang abwechselnd anziehen und lediglich mit Hilfe einiger Kniffe und Second Hand Accessoires verändern wollte. Da sie nun, da sie ein ganzes Jahr lang keine Kleidung kaufen müsste, eine Menge Geld sparen würde, sah der Plan vor, dass sie jeden Tag 1 Dollar sparen und der Organisation „Akanksha Foundation“, die für je 360 Dollar einem Kind aus den indischen Slums eine Schullaufbahn garantiert, spenden würde.
Wie nachhaltig dieses Projekt war, bewies die Statistik, die täglich auf der dazugehörigen Internetseite, auf welcher außerdem die täglichen Outfits veröffentlicht wurden, abgerufen werden konnten. Zusätzlich zu ihrem täglich gespartem Dollar fanden sich, dank der raschen Verbreitung ihrer Idee über das World Wide Web und etliche Printmedien, unzählige Anhänger des „Uniform Project“, die Sheena mit Spendengeldern unterstützten. Außerdem wurde sie von einigen Designern gefördert, die kostenlos eigens auf ihre schwarzen Kleider abgestimmte Kreationen entwerfen.
So war „The Uniform Project“ nicht nur eine wunderbare Spendenaktion, sondern auch aus modischem Blickwinkel ein wahrer Augenschmaus.
Momentanes Zwischenergebnis: 263 Kinder freuen sich nun über den ermöglichten Zugang zur Schule.
Ich gratuliere zu diesem fabelhaften Projekt und hoffe, dass sich zahlreiche Leser inspirieren und motivieren lassen konnten!
Ich bin gespannt, was folgen wird…
Gestern passierte ich den “Wochenmarkt”, der eher aus 3 mickrigen Ständen besteht, und konnte meinen Augen kaum trauen, als ich diesen traumhaften Stoff erblickte:
Direkt kamen mir Assoziationen zu den Designs Henrik Vibskovs:
Image via: www.hypebeast.com
… dass ich daran einfach nicht vorbei gehen konnte, könnt ihr euch vielleicht denken.
Anders als gewohnt hatte ich auch direkt eine Idee, wie ich meine neue Errungenschaft einsetzen würde.
Mir fiel dieses Kleid ein, das ich vor einer Weile wegen seines schönen Materials und des schlichten Schnitts gekauft hatte.
Ich weiß gar nicht mehr genau, was ich vor hatte und was schief ging, aber alles was von meinem damaligen D.I.Y.-Eifer übrig geblieben war, sah so aus:
… ein trostloses Dingelchen mit hässlichen Stoffkleberresten.
Um das arme Kleid zu retten, begann ich, ein Stück des Stoffes zu zu schneiden, es zu versäubern und in Fächerfalten zu legen. Diese Falten nähte ich dann fest:
Schließlich nahm ich eine feine Spitzenborte dazu und nähte das ganze Gebilde am Ausschnitt des Kleidchens entlang fest:
Manchmal verfluche ich den Tag, an dem meine Nähmaschine kaputt ging, aber irgendwie hat es dann doch etwas so altertümlich romantisches, Dinge per Hand zu nähen, dass ich auch über kleine Unsauberheiten hinweg sehen kann!
Hier also mein Endergebnis:
Der unschöne Beweis meines Scheiterns verschwindet einfach unter einem riesigen Volantkragen et Voilà !
Dass Pastellfarben wieder ein Thema sind, ist nichts neues. Ich für meinen Teil erfreue mich jedoch besonders an jenen Tönen, die durch einen charmanten Grauschleier bestechen. “Altrosa” ist eine von ihnen.
Als ich also meine 7 Meter altrosa Fransenborte für 1 € bei Ebay erstand, freute ich mich wie ein Honigkuchenpferd.
Leider wusste ich so rein gar nichts damit anzufangen. Also staubte die Borte ein…
Beim täglichen Blog-Hopping stachen mir schließlich diese Bilder ins Auge :
Image via: http://kingdomofstyle.typepad.co.uk
Image via: http://www.stylebubble.co.uk
Image via : http://www.anywho.dk/
… langsam ließ ich meinen Blick durch den Raum schweifen und irgendwie fügte sich in meinem Kopf etwas zusammen bis mein Blick an meiner neuen alten Bundfaltenhose kleben blieb…
Alles was ihr braucht ist:
1) Eine Second Hand Chino / Bundfaltenhose
2) Borte, Nadel, Faden (und evtl. Stecknadeln)
3) Dann die Borte einmal um den Hosenbund herum feststecken und schließlich annähen!
FERTIG!
Angezogen sieht die etwas gewagte Liaison aus Altrosa und Grau-Türkis dann etwa so aus: